JURYKRITERIEN/ -TÄTIGKEITEN


Die Nominierungs-Jury zum Thüringer Theaterpreis besteht aus fünf Personen und wird durch den Vorstand des Thüringer Theaterverbandes jeweils für eine Preisvergabe berufen.

Die Jury setzt sich zusammen aus:
Vertreter*innen der freien, professionellen Theaterszene, der Amateurtheaterszene,
aus den Bereichen Theaterwissenschaft/Hochschule und weiteren Fachleuten aus dem Theater und interdisziplinärer Randbereiche sowie einem/r Vertreter*in der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen. 

Die fünf Jurymitglieder entscheiden in einer gemeinsamen 1. Jurysitzung (März/April 2018) selbständig und unabhängig anhand der Bewerbungsunterlagen, sowie ggf. durch Gespräche mit den Bewerber*innen und durch Besuche der Ensembles über die Nominierungen zu den Inszenierungspreisen (und damit die Teilnahme am Avant Art Festival) und über den/die Preisträger*in des Theaterförderpreises.

Die Fachjury wählt bis zu sechs Inszenierungen aus den eingereichten Stücken zur Nominierung für das Avant Art Festival und den Thüringer Theaterpreis in den Kategorien Jury- und Publikumspreis.

Die Fachjury wählt aus den Bewerbungen zum Theaterförderpreis eine/n Preisträger*in. 

Die Nominierungsjury ist gleichzeitig die Preisjury zum Inszenierungspreis/ Fachpreis auf dem Avant Art Festival - den Thüringer Theaterpreis 2018.
Der Vorstand des Thüringer Theaterverbandes kann verhinderte Jurymitglieder
durch Nachberufungen ersetzen und bis zu zwei weitere Jurymitglieder in die Preisjury berufen, wobei die Jury immer mit einer ungeraden Anzahl besetzt ist.
Die Jury tagt in einer gemeinsamen 2. Jurysitzung auf dem Avant Art Festival.
                       
Die bis zu sieben Jurymitglieder entscheiden selbständig und unabhängig anhand der Bewerbungen, der Festivalbeiträge, sowie ggf. durch Gespräche mit den Ensembles in einer gemeinsamen Jurysitzung auf dem Avant Art Festival (04.-07.10.2018) über den Fachpreisträger*in (Inszenierungspreis) zum Thüringer Theaterpreis.

 
JURYKRITERIEN: 
 
Der Thüringer Theaterpreis ist in allen Kategorien ein unabhängiger Fachpreis. Bereits die Nominierung zum Inszenierungspreis und die damit verbundene Teilnahme am Avant Art Festival ist eine Auszeichnung.

INSZENIERUNGSPREIS

Die Nominierung und die letztliche Preisvergabe  ist eine Anerkennung für exemplarisch herausragende, freie Theaterarbeit in Thüringen.
Der Theaterpreis ist eine Anerkennung für künstlerische Qualität, innovative Konzepte und das gesellschaftliche Engagement eines Ensembles in der freien Theaterszene Thüringens. Mit dem Preis wird das Engagement auch über das künstlerische Wirken hinaus gewürdigt. Im Sinne des Festivalnamens „Avant Art“ sollen die nominierten und preisgekrönten Inszenierungen einen Spiegel der aktuellen oder zeitgenössischen Inszenierungsarbeit in Thüringen bieten.

Mit der Nominierung zum Avant Art Festival übernimmt die Fachjury eine erste fachliche Vorauswahl. Es werden bis zu sechs Inszenierungen nominiert.

Für die Auswahl der Inszenierung sind folgende Kriterien entscheidend:

  • die künstlerische Qualität der Inszenierung
  • die innovative und kreative Umsetzung und Originalität der Inszenierung
  • die Ästhetik und Formensprache der Regie- und Schauspielleistung
  • der Einsatz von künstlerischen Mitteln und Medien
  • die Arbeitsweise oder die Form der inhaltlichen Auseinandersetzung
  • der interdisziplinäre Charakter der Arbeit und die exemplarische Wirkung der  Darbietung  
  • die Gesamtwirkung des Ensembles in Thüringen
Eine Inszenierung kann gleichsam alle, wie auch nur einzelne dieser Kriterien erfüllen, um in die Juryauswahl zu gelangen. 

THEATERFÖRDERPREIS 

Für die Auswahl des Preisträgers des Förderpreises sind folgende Kriterien entscheidend: Die Gruppe / der Verein / das Projekt

  • entfaltet seine/ihre Aktivitäten im Theaterbereich insbesondere und
    exemplarisch im ländlichen Raum Thüringens
  • bietet der ländlichen Bevölkerung mit seinen Theateraktivitäten eine kulturelle Grundversorgung und kulturelle Teilhabe
  • ist ein sozialer und kommunikativer Ankerpunkt für die ländliche Region
  • bietet eine besondere partizipative (Mit)wirkung
  • fördert regionale und theatralische Besonderheiten (historische Traditionen, Mundart, etc.)
Eine Inszenierung kann gleichsam alle, wie auch nur einzelne dieser Kriterien erfüllen, um in die Juryauswahl zu gelangen.
 
Die Jury kann unabhängig weitere Kriterien zur Beurteilung der Inszenierungen/Preisträger erstellen und für ihre Begründungen heranführen.