17.08.2016

DER SPIELPLAN IST ONLINE!

Vergangene Woche haben wir den Spielplan komplettiert und hochgeladen. Die Festivalkarten können ab Ende August beim Theaterhaus Jena erworben werden. Wir freuen uns auf euch!

01.06.2016

DER FACHTAG STEHT!


Vier Tagesseminare / Workshops am 20.10. in Jena! Der Fachtag mit vier Workshopangeboten richtet sich an Pädagogen, Multiplikatoren und Akteure der freien Theaterszene, an Spielleiter und all jene Kultur- und Bildungsvermittler, die in ihrer Arbeit theaterpädagogisch agieren oder die Mittel des Theaters nutzen.  

Die stark praxisorientierten Workshops behandeln die Themen "Theater als Intervention", die Regiearbeit unter dem Leitmotiv "Fokus Wirkung", "Gruppe und Dynamik" im therapeutischen und sozialen Kontext sowie unter dem Titel "Alle flüchten gleich" die performativen Zugänge und den Umgang mit Flucht, Ein- und Ausgrenzung. 

Anmeldung und weitere Infos finden sie hier!

11.04.2016

DIE NOMINIERTEN STEHEN FEST!

Die Fachjury hat fünf Inszenierungen für die Teilnahme am Avant Art Festival nominiert. Wir gratulieren: Theater "Die Schotte" Erfurt mit der Inszenierung "Antigone", "Theaterhaus Jena" mit der Inszenierung "Taxi Driver","theater der Stadt" Gotha mit der Inszenierung "Fluchten", "stellwerk - junges Theater Weimar" mit der Inszenierung "Abräumen" und "theater der Stadt" Gotha mit der Inszenierung "und das so kurz vor dem Fest".

29.03.2016

DIE FACHJURY TAGT AM 04. APRIL ...

und entscheidet auf der gemeinsamen Jurysitzung in Erfurt über die bis zu sechs Nominierungen für den Thüringer Theaterpreis 2016. Die nominierten Inszenierungen sind damit gleichzeitig Gäste des Avant Art Theaterfestivals vom 20. - 23. Oktober im Theaterhaus Jena.
Wir warten gespannt auf die Juryentscheidung und drücken allen Bewerbungen die Daumen. 
  In genau einer Woche werden wir die Nominierungen offiziell bekanntgeben. 

17.03.2016

DIE BEWERBUNGEN FÜR DEN THÜRINGER THEATERPREIS 2016

20 Bewerbungen sind für den Thüringer Theaterpreis und das Nominierungsverfahren zum Avant Art Theaterfestival vom 20.-23.10.2016 im Theaterhaus Jena eingegangen.
Wir danken allen Gruppen und Ensembles für ihre Zusendungen.
Einen Einblick in alle Bewerbungen ist nun unter dem Menüpunkt "DIE BEWERBUNGEN 2016" zu finden. 

Unsere Jury trifft sich am 04. April 2016 in Erfurt und wird über die Nominierungen zum Preis und damit über die Teilnahme am Avant Art Theaterfestival entscheiden. Die Nominierungen werden anschließend bekannt gegeben.

19.01.2016

VEREINFACHUNG IM ANTRAGSVERFAHREN

Wir vereinfachen auf mehrfachen Wunsch und Anregung das Bewerbungsverfahren.
An Stelle der Einreichung von sechs DVDs kann alternativ auch folgende Variante der  Videoeinreichung genutzt werden.


Das Video der Produktionen kann EINFACH als DVD (wahlweise auch auf USB-Stick - welchen wir natürlich zurücksenden)  eingereicht werden, wenn das Video ZUSÄTZLICH online gestellt wird (via diverser Videoportale) und der nötige LINK und ggf. ein Passwort hierzu eingereicht werden.

WICHTIG!: 

1. Der Zugang via Link zu diesen Online-Videos  muss für die Juroren ohne Hindernisse möglich sein (d.h. die Juroren müssen sich auf dem Videoportal nicht selbst anmelden, sondern können via Link direkt auf das Video zugreifen (dieses streamen) bzw. sich dieses downloaden.

2. Der Zugang zu den Online-Videos muss  für die Juroren ab 26.02. bis 29.04.2016 uneingeschränkt möglich sein.

3. Beachtet die Videoqualität! Auch für die Online-Videos gilt: Eine gute und hohe Qualität sichert eine gute Bewertbarkeit.   

Beide Varianten
d.h. 6x DVD (bzw. USB-Sticks)
oder 
1x DVD (bzw. USB-Stick) + Link zum Online-Video 
sind für eine Bewerbung zulässig!


 

18.01.2016

DIE NOMINIERUNGSJURY 2016


Heute können wir die Fachjury für die diesjährige Nominierung und Preisvergabe bekanntgeben. Wir freuen uns, Akteure aus Theater, Kultur und Wissenschaft in die Jury berufen zu dürfen, welche vielfältige Kompetenzen und Expertise in die Auswahlarbeit einbringen werden. Die diesjährige Jury setzt sich zusammen aus:

Anne-Cathrin Lessel
Stellv. Vorsitzende des Bundesverbandes Freie Darstellende Künste,
Produktionsleiterin im LOFFT - Das Theater Leipzig

Nina Birkner
Professorin für Drama und Theater am Institut für Germanistische Literaturwissenschaft der Friedrich-Schiller-Universität Jena

Karen Becker
Leiterin der tjg. theaterakademie Dresden (theater junge generation),
Theaterpädagogin, Regisseurin

Ulrich Schwarz
Schauspieler, Regisseur, Künstlerischer Leiter Spielbrett Dresden

Dr. Michael Grisko
Referent für Projektentwicklung und -förderung bei der
Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen

Ein kurze Vorstellung der Juroren folgt in Kürze unter dem Menüpunkt DIE JURY.

04.01.2016

BEWERBUNGSSTART FÜR DEN THÜRINGER THEATERPREIS 2016!

Die Ausschreibung zum THÜRINGER THEATERPREIS 2016 beginnt!
Stifter des zum dritten Mal zu vergebenen Preises der freien Theaterszene in Thüringen ist die SPARKASSEN-KULTURSTIFTUNG HESSEN-THÜRINGEN
 
Die Nominierungen zum Theaterpreis sind gleichzeitig die Teilnehmer am
AVANT ART FESTIVAL 2016 welches vom 20.-23.10.2016 im Theaterhaus Jena stattfinden wird.

17.06.2014

Die Preise des Basislagers


Der kathartischste Moment – "Ausgeleuchtet", für die Hinrichtung der Anführer unseres „Werrahaufens“

Most Magic Moment – "Sternenhagel", für das Auftauchen des Papierschiffchen-Mobiles

Preis für Kommunikationsknotenpunkt – Basislager

Bestes Profi-Ensemble – Candelight Dynamite

Versuch Dialekt-Sprechen – Christian Schröter, Moderator des Festivals

Mit denen hätten wir gerne ein Bier mehr getrunken – "Chirpy Chirpy Cheep Cheep"

Schönster männlicher Darsteller, der eine Frau spielte – "Kamelions", Cem

Preis für beste Oma – Frau „Oma“ Wenzel

Das Mutigste, was auf der Bühne gesagt oder getan wurde – Nadine Geyersbach „Theater muss sein wie Schule. Kostenlos und alle müssen rein“

Der schönste Schlüpfer – "Kamelions", Armin

Bestes Kostüm – "Die Bahnhofskathedrale", Nadine Geyersbach, mysteriöse Frau mit Kussmund

Bestes Chorisch-Sprech-Stück – "Dann können wir so was eben in Zukunft nicht mehr machen"

Authentischster Drogenkonsum – "Kamelions", die thematisieren, dass sie in Thüringen nicht auf der Bühne rauchen durften

Was ich schon immer über das andere Geschlecht lernen wollte – "Kamelions", für das Aufwerfen von Geschlechterfragen

Mut zur Hässlichkeit – Lydia Wenzel in "Chirpy Chirpy Cheep Cheep"

Bester Schluss – Candelight Dynamite → weitergeleitet durch das Ensemble an "Chirpy Chirpy Cheep Cheep"

Ich will das Ding haben – die Lampen in "Ausgeleuchtet"

Sonderleistung beim Jurorieren – Katja Hergenhahn, die für Ulrike Lenz die Laudatio verlas

Bestes Nicht-Stattfinden – "Ausgeleuchtet", der eigentlich angekündigte Vortrag

Bestes Hätte-sein-Können – Die Auswahl der Preisträger nach dem Besuch der Aufführungen der nominierten Inszenierungen auf dem Festival.

Beste homoerotische Implikation (gewollt oder ungewollt) – "Sternenhagel", Mund-zu-Mund-Beatmung

Bestes Lachen – Alle TeilnehmerInnen beim Ende von "Chirpy Chirpy Cheep Cheep"

Stück, nach dem ich erstmal Eine rauchen musste - "Dann können wir so was eben in Zukunft nicht mehr machen"

Bestes Gastspiel – "Kamelions"

Größter Impuls – "Kamelions", der Gesprächsimpuls

BesteR ZuschauerIn – Dorothea Schmans

Bestes Requisit – das Auto bei "Chirpy Chirpy Cheep Cheep"

Bestes Nicht-Wissen, warum – "Kabale und Liebe", für 15 Minuten Strom suchen

Bester Einsatz von Zetteln – "Ausgeleuchtet", Papier wird zum Wartburg-Berg

Schönster Rücken – Denis Geyersbach

Sympathischste Techniker – Techniker vom Theater Rudolstadt und Caro vom Stellwerk Weimar

Beste Verlegenheitsgeste – "Ausgeleuchtet", einsames Freundschaftsbrötchenessen

Beste B-Plätze – Imke Bachmann für ihre Kritik zu "Kabale und Liebe" aus der 12. Reihe hinter der Technik

Lauteste nonverbale Kommunikation – "Blaue Stunde", Regisseurin mit Lichttechniker nach einem Lichtfehler

Beste Musik - "Dann können wir so was eben in Zukunft nicht mehr machen"

Bester Alleingang – Franziska - das Dekorationsteam des Festivals

Beste Inszenierung von Abwesenheit – die Rollschuhdisco in "Chirpy Chirpy Cheep Cheep"

Inszenierung von Männlichkeit – "Kamelions", in besonderer Abgrenzung zur Männlichkeit des Basislagerteams

Coolstes Bühnenbild – "Blaue Stunde"

Beste Preiskategorie – Most Magic Moment

(Basislagerteam)

KLEINE PRESSESCHAU ...

Tanztheater lädt ein zur „Blauen Stunde“

ZUM BEITRAG (Deutschland Today, 12.06.2014) 

 

Theaterfest "Avant-Art-Festival" in Rudolstadt

ZUM VIDEO ( mdr Thüringen Journal, 13.06.2014 - nur bis 20.06.2014 verfügbar!)

 

Rudolstädter Theaterpreise gehen nach Gotha 

ZUM BEITRAG (OTZ, 16.06.2014)


15.06.2014

PREISVERLEIHUNG

Lobpreiset

Der Schminkkasten, die Klänge der Band Don Stefano und der Moderator Christian Schröter schaffen für die Verleihung der Thüringer Theaterpreise 2014 eine ganz persönliche Atmosphäre. Hier wird die Preisvergabe an sich, durch die Überreichung vieler Blumensträußchen, zur eigenen Show. Während Frank Grünert, der Vorsitzende des Thüringer Theaterverbandes, Ehrengäste begrüßt, Geldgebern und Unterstützern, Helfern und der Jury dankt, versucht Christian die Dankesblumen zu überreichen. Das Tempo der Adressatennennung und die Zustellung werden zum Verhängnis, wenn das Gesicht dazu nicht bekannt ist. Da wird Herr Milow schnell mal zu Dr. Grisko. Letzterer kommt dann aber doch noch zu seinem Strauß, und wenn ich an dieser Stelle einmal vorgreifen darf, weist er vor dem Verlesen seiner Laudatio darauf hin, dass er eigentlich zwei Sträuße verdiene: für sein Wirken in der Jury und als Vertreter der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen. Christian schaut unschuldig. Der Spaß geht dann weiter, wenn Grisko in den Schlusszügen der Veranstaltung seinen einen Strauß wiederum Christian vermacht, als Dank für seine Moderatorenkünste. Und nach dem offiziellen Ende spaziert Grisko doch wieder stolz mit Strauß an mir vorbei Richtung Ausgang.

Christian Schröter beblümt die kurz&lang dance company Dresden

Aber zurück zu dem Ablauf der Preisverleihung. Nach den Danksagungen folgen die Laudationes der Juroren. Den Beginn macht Katja Hergenhahn, in Vertretung für Ulrike Lenz, zu der Inszenierung "Chripy Chirpy Cheep Cheep" und gelangt zu der Erkenntnis, diesen Titel auszusprechen sei ziemlich schwer. Für das Gesamtbild gibt es auch hier einen Blumenstrauß und ein wetterfestes Hinweisschild mit der Aufschrift "Kulturschutzgebiet". Es folgt die Inszenierung "Sternenhagel", die Michael-Paul Milow mit wunderbar dramatischer Hörbuchstimme lobt. Angelika Sieburg gibt in ihrer Rede mit farbiger Mimik und Gestik spannende Zusatzinformationen zum Stück "Ausgeleuchtet": Die Halogenlampen, die Jech nutzte, wären 6 Volt und 2,5 Watt stark gewesen. Die "Bahnhofskathedrale" wird von Katja Hergenhahn geehrt und "Dann können wir so was in Zukunft eben nicht mehr machen!" erhält zu ihrem Ensemblepreis durch Stephan Schnell eine besonders poetische Lobeshymne. Zum Abschluss würdigt Dr. Michael Grisko für "Kabale und Liebe", rühmt damit den Hauptpreisträger und macht bei der Gelegenheit auf sein Germanistikstudium aufmerksam.

Bürgermeister Reichl und Dr. Grisko überreichen den Hauptpreis für "Kabale und Liebe"

Danach wird es spannend: Wer wird den Publikumspreis bekommen?
Uuuund der Strauß (und ein weiteres Kulturschutzgebiets-Schild) geht an: art der stadt Gotha!
In einem vorletzten Akt werden die Schilder von allen Nominierten und Preisträgern zusammengepuzzlet. Dabei entsteht das grüne Herz Deutschlands als Landkarte, Thüringen - nur in grau und gelb - ist nun zu sehen und die Theatergruppen aus allen Teilen dieses Bundeslandes stehen gemeinsam auf der Bühne.

(Fast) flächendeckender Kulturschutz für Thüringen

Jetzt sind wir am Ende, noch einzelne Danksagungen ans Basislager, die Dresdener Gastspielgruppe und natürlich Christian, aber die hiermit verbundene Blumenstraußübergabe erwähnte ich ja bereits.
Imke Bachmann

BLAUE STUNDE: Wasser ist Leben

Flüssiges Gastspiel aus Sachsen

Die letzte gezeigte Produktion dieses wieder viel zu schnell zu Ende gegangenen Festivals war kein Wettbewerbsbeitrag, doch ein abschließendes Theater-Highlight ohne Worte.
Genau genommen waren es zwei Gastspielstücke aus einem choreographischen Zyklus der Dresdener kurz&lang dance company.
Alles drehte sich um die für das Leben wichtigste Flüssigkeit unseres Planeten:

Elastomeer

Ein Filmvorspann zeigt immer wieder drei Menschen, die sich gleichzeitig kopfüber in das Becken eines menschenleeren Hallenbades stürzen, wonach sich dessen bewegte Oberfläche glättet, ohne dass die Frauen je wieder aus dem Wasser auftauchten.
Unvermittelt erscheinen dieselben drei jungen Frauen nun auf der Bühne, tanzen sich in wiegende, fließende Bewegungen hinein, entledigen sich ihrer Blusen, werden zu Wasserwesen, Pflanzen, Fischen, Strömungen, Turbulenzen. Starke Scheinwerfer werfen ihre Silhouetten an die Bühnenrück(lein)wand, wo jene sich transient zu mystischen Formen mischen.



Bis eins der Wesen sich (in einem evolutionären Prozess?) in einen Menschen (rück-)verwandelt, die Bluse wieder überstreift, Unmengen von Gummi- und Plastmüll um sich wirft, schließlich dem Gewässer das Wasser in Einwegplastflaschen vorzieht und am Rande hortet.
Derweil kämpfen sich die verbliebenen beiden Wasserwesen immer mühsamer durch den Unrat, verheddern und verstricken sich darin, ringen in einem Zellophan-Kokon nach Sauerstoff, erlahmen.
Der Mensch am Rande trinkt, wäscht sich aus den Plastikflaschen, die er nach Leerung ins verseuchte Gewässer wirft, vergeudet und vergießt das Nass immer rasender.

Der Film des Vergossenen auf der Bühne reflektiert die herumwirbelnde Figur in ölig verzerrten Bildern auf die Bühnenrückwand zu synchronen, undeutlichen und zugleich beunruhigenden Mustern in Bräunlich-Gelb.
Das fast schon herbeigesehnte Black erlöst nicht.

Aqua

Nach der Pause beherrscht eine still stehende Figur in Blau sowie das metronomhafte Geräusch eines fallenden Wassertropfens die Bühne. Die Frau greift eine aus einer Batterie von Plastwasserflaschen und beginnt, sich mit deren Inhalt Hände, Arme, Schultern und Beine zu übergießen – nur dass der Inhalt nicht Wasser, sondern feiner grauer Sand ist. Aus einer zweiten Flasche rinnt der graue Staub über Brust, Rücken und Kopf.
Dann wirft sich die Tänzerin auf den Boden, und es ist unglaublich, mit welchen Verrenkungen bei sanftem Meeresrauschen aus ihren Armen, Händen, Beinen sich im Wasser wiegende und gedeihende Polypen, Mollusken, Muscheln werden.
Plötzlich zerreißt das Dröhnen schwerer Schiffsdiesel das Spiel der Korallen und Wassertiere. Undefinierbare Ablagerungen erscheinen auf dem Meeresboden. Das schwer erträgliche Fiepsen von Ortungsgeräten, das dumpfe Grollen von Rammen und andere Missklänge „bereichern“ die Unterwasserakustik, und die Bewegungen der Tänzerin verlieren die geschmeidige Eleganz, werden zuckend, hektisch, gestresst. Und ihre in rasender Geschwindigkeit auf dem Boden vollführten Gliederverwerfungen evozieren ebenso Bewunderung wie die Vorstellung von Schmerz.
In hart gegenläufigem Blau- und Grünlicht flieht die gebeutelte Kreatur in ein Aquarium.


Gut, dass diese Performance ohne Worte auskam, nachdem in diesen Tagen schon so viele Textkonvolute auf die Teilnehmer eingeprasselt sind.
Die hier dargestellten Botschaften sind keine Überraschung, sie bedürfen keiner Argumentation mehr, sie bedürfen der auf diese Weise gelungenen (Ein-)Dringlichkeit. Sie müssen ins Herz, in die Träume. Sie müssen in neues Handeln münden.

Kay Gürtzig

RÜCKSPIEL: Gespräch zu den Festivalinszenierungen

Ein Format zum Nachgespräch

Die Offene Redaktion versprach viel. Jonas Feller, Stephan Mahn, Vincent Müller und Wilhelm Wittig wollten ganz ehrlich sprechen. 75 Minuten. So ehrlich, wie sie es in Hildesheim tun, am WG-Küchentisch. Bei Bier. Bier gab's bei diesem Nachgesprächsformat "en masse", denn es bildete den mit 25 Cent dotierten Preis. Im Vorfeld wurden von allen Festivalteilnehmern Preiskategorien gesammelt. Nach diesen Kategorien wurden vor dem Basislager draußen auf dem Theatervorplatz die ersten fünf Preise vergeben, dann setzte Regen ein, es musste ins Foyer umgezogen werden. Dort ging es weiter.
Die Preise wurden unter Anderem verliehen für das Mutigste, was auf der Bühne gesagt wurde, oder den Most Magic Moment (der an "Sternenhagel" für das Schiffchen-Mobile ging, das vor aller Augen im Baum gehangen hatte und doch von niemandem bemerkt worden war), aber zum Beispiel auch für das politisch unkorrekteste Stück. Wer die Biere bekam, wurde größten Teils von der Rückspiel-Jury entschieden, außer in Pattsituationen – bei denen durfte das Publikum mit abstimmen. Nominiert wurde jedoch ausschließlich von den vier Hildesheimern. In das Geschehen selbst konnte dann nur durch Joker eingegriffen werden, die im Vorhinein auf Wellpapptafeln an einige Gruppen bzw. Zuschauer verteilt worden waren. Unter anderem wurde der Joker "Tänzerische Rekapitulation" eingesetzt, woraufhin die Jury ihre Empfindungen zu "Kabale und Liebe" vortanzen musste.

Das Basislager-Team am Freitagabend im Garten der musealen Rudolstädter Bauernhäuser bei der Vorbereitung auf die nächsten Zuschauerbefragungen ...
Dieses Format "Rückspiel" sowie das Basislager gehörten zu einem von den vier Jungs selbst überlegten Konzept. Sie hatten bemerkt, dass in dem Avant-Art-Programm Nachgespräche nicht eingeplant waren, hielten diese aber für notwendig. Daraufhin sandten sie ihren Vorschlag an das Planungsteam vom Thüringer Theaterverband und dieses war davon angetan, nahm es ins Programm auf. 
Im so genannten Basislager gab es also während des ganzen Festivals, vor allem nach den Vorstellungen, die Möglichkeit zum Gespräch. Kaffee und Knabbersachen standen bereit. Auch Aspirin. Papier und Stift wollten für Kommentare benutzt werden. Wann immer ich am Lager vorbei kam, erreichte mich durch irgendeinen der Jungs eine steile These zum Stück oder eine Frage, die mich sofort in einen Meinungsaustausch hineinzog.

...und bei der offiziellen Preisübergabeveranstaltung zwischen Moderator Christian Schröter (links) und Theaterverbandsvorsitzendem Frank Grünert (rechts)
Fazit: Das Konzept ging auf und dieses Nachgesprächsformat wurde dankend angenommen. Das Lager war jederzeit von einer Traube Festivalteilnehmer umgeben. Die versprochene Ehrlichkeit und Subjektivität war da, obwohl sie teilweise verletzte. Vielleicht sollte jeweils auch nur durch eine provokante These das Gespräch angeheizt werden.
Imke Bachmann

CHIRPY CHIRPY CHEEP CHEEP

Die Gesellschaftskritik tanzt farbenfroh

Die arme Jeannie wird von ihrer Schwester und einer Pflegerin in ein steriles weißes Zimmer mit Tisch, Stühlen und einem weißen Bett gebracht. Hier soll sie erst einmal bleiben. Und wir auch. Das Stück beginnt wie ein klassisches Schauspiel, doch dann bricht von rechts aus dem Vorhang die geballte Ladung Musik heraus. Mit einem gewaltigen, begeisternden Stimmorgan präsentiert sich Marie Klukas in der Rolle von Jeannies imaginärer Freundin Brenda dem Publikum. Auch wenn andere Sänger nicht gleichsam stimmstark sind, machen deren Schauspiel und die Körperpräsenz dies wieder wett. Mit ihren Songs und Kostümen bringen Jeannies imaginäre Freunde nun auch die Farbe der 60er und 70er auf die Bühne.


Die Charaktere sind derart überzeichnet, dass sie mich provozieren: Die Therapeutin zeigt sich mit einem aufgesetzten Lächeln, macht bei jeder noch so geringen Regung oder Nicht-Regung der Patientin akribisch Notizen und wirkt selbst psychisch krank. Eine Sozialarbeiterin scheint alle Probleme der Welt durch Medikamente lösen zu können. Weisen diese Rollen auf die Probleme von psychotherapeutischen Einrichtungen in der Gegenwart hin, oder sind diese Charaktere aufgrund ihres Witzes so gestaltet? Denn ich muss lachen, ständig. Jedes Mal, wenn Frau Dr. Fritsche Daumen und Zeigefinger zu ihrer Nase führt. Für eine Komödie ist Spaß ja auch eine Bewertungskategorie.




Mich stören jedoch die unzähligen Blacks und die Vielzahl an Auf- und Abgängen. Sicherlich sind sie für einige der komischen Momente wichtig und erheiternd, aber ihre Quantität liegt mir schwer im Magen. Trotzdem verweisen sie auf eine intensive Probenphase, denn Gänge und Übergänge, Tänze und plötzliche emotionale Wendungen sind genau und durch diese Genauigkeit wirkungsvoll. Vor allem das Ende, das so pathetisch daher kommt und die volle Tragik des Todes der Mutter auskostet, wird überraschend durch den Song "Where's your mama gone" wunderschön gebrochen.
Imke Bachmann

DANN KÖNNEN WIR SO WAS EBEN IN ZUKUNFT NICHT MEHR MACHEN

Zukunft in Auflösung - ein Text-Tsunami-Bausatz

Der Samstagvormittag beginnt stürmisch in Rudolstadt. Kein Wetterbericht hat davor gewarnt. Und das Gewitter entfesselt sich auch vorerst nur auf der Bühne des Landestheaters, wo der art der stadt e. V. aus Gotha zum Rundumschlag am Puls der Zeit ausholt und die Hirne der Festivalteilnehmer und –gäste mit einem Dauerfeuer von Gedankensplittern, Themen, Fragen, Kurzszenen, chorischen und dialogischen Wortkaskaden im Rösselsprung über die Baustellen von Gegenwart und Zukunft hetzt.
Nach dem Ende werde ich minutenlang nichts Zusammenhängendes mehr sagen können, werde eine Neuformatierung meines Kopfes in Erwägung ziehen müssen, um wieder funktionieren zu können. Aber ist das ständige Funktionierenmüssen nicht gerade das, was uns krank macht?

Am Anfang ein vielstimmiges (genauer: vierstimmiges) Stoßgebet: „Bitte, bitte schick uns endlich Katastrophen!“ In der Mediengesellschaft findet Wirklichkeit nur noch dort statt, wo die Reporter sind. Und das ist immer woanders – meistens weit weg. Während man sich doch Veränderung im eigenen Umfeld herbeisehnt (zum Teil vielleicht aber auch nur deshalb, weil sie woanders zu bildmächtig dargestellt wird…?). Krieg und Verwüstung als sinnstiftender Ausweg aus der Wohlstandskrise? Kann uns nur noch die Apokalypse retten? Erzeugt zu langer Frieden gesellschaftliche Autoimmunkrankheit?
Thesen, Fragen, Zweifel werden tief ins Fleisch geschossen, gleich darauf in der Wunde herumgedreht, herausgerissen und über den Schädel gezogen. Ohne Pause, im Stakkato, und mit perfektem Rhythmus und Timing. Sieben meterhohe Buchstaben, die im ersten Rampenlicht das Wort „ZUKUNFT“ bilden, werden dabei in präziser Choreographie umgestellt, –gedreht, –gestürzt, zu bizarren Bühnenlandschaften gruppiert. Eine virtuose Lichtregie tüncht diese in wechselnde Farben und Stimmungen.
Ein Schweinsgalopp durch die verschiedensten Unbehagensregionen nicht nur der Jugend, sondern der Zeit. Etliche Dutzend thematische Stationen habe ich im Dunkel des Zuschauerraums in mein Notizbuch gekritzelt – von Ausweglosigkeit („Wir kommen hier nicht mehr raus – und warum auch?“) über totale Überwachung („Wir können nicht davonlaufen – jeder sieht uns!“), Verpassen der Gegenwart, Schulsystem, Bevormundung, Entgrenzung, Persönlichkeits-Coaching, hyperreflektierte Kommunikation und political correctness, Ablehnung von Machtstrukturen als kalkulierter Teil der Machtstrukturen selbst usw. bis hin zum Verlust des realen Lebens an Facebook –; vermutlich wäre die Liste der nicht angerissenen Aspekte weit kürzer.





Ein beklemmender Moment entsteht, als mitten aus diesem Tempo heraus die Frage nach den Erwartungen an die Zukunft gestellt wird und – minutenlang – nichts geschieht: Eine der Spielerinnen steht in verzweifelter Erwartung im Bühnenzentrum…, und bei uns im Publikum hört man keine Stecknadel mehr fallen. Wahrscheinlich frage nicht nur ich mich, ob das jetzt das Stückende sei und jemand anfangen sollte zu klatschen. Zum Glück tut es niemand. Die Akteure werden die nächsten Fäden ihrer allgemeinen Beunruhigung mit neuem Tempo aufnehmen.

Man mag einwenden, dass die aufgegriffenen Diskurse alle schon in den Medien waren, aber soll Theater denn neue Probleme erfinden? Wichtig ist doch, dass es den aktuellen Themen nicht ausweicht. Gewiss könnte man bemängeln, dass viel zu viele Gedanken hier in 100 min verpresst wurden (in der Tat werde ich mich hinterher fragen, mit welcher Magie das hier gelungen ist). Sollte man sich lieber auf einen Gedanken konzentrieren? Und diesen in tausend Worte einbetten? Viel zu oft indessen beruhen teuer produzierte Werke auch auf keinem einzigen Gedanken. Die inhaltliche Stärke dieser atemberaubenden Titanenproduktion dagegen ist für mich gerade, dass sie uns nichts an Komplexität erspart, dass sie all diese derzeit von allen Seiten auf die Jugendlichen einstürmenden Fragen so miteinander verbindet, dass sie deren multiple Zusammenhänge wie ihre unauflösbaren inneren Widersprüche greifbar werden lässt, dass sie auch den Älteren unter uns manches vermeintlich längst Abgehakte im Angesicht dieses umfassenden Bedingungsgeflechts zur Wiedervorlage auftischt, uns nicht mit einfachen Antworten entlässt.

Ein Beispiel für die Metapherndichte: Einmal entsteht die Buchstabenfolge KUNZT auf der Bühne. Man kann darin ebenso Hinweise auf den fortgeschrittenen Verfall der Sprachkultur sehen wie auf die stetige Verknappung der Mittel für Kultur und Kunst, was Letztere nur noch durch waghalsige Improvisation ausgleichen kann, während sich die Medienindustrie quotentechnisch an (Hinz und) Kunz orientiert. Zugleich ergibt sich damit auch eine subtile inhaltliche Brücke zum Titel der Produktion: Wie lange werden so engagierte Projekte in so hoher Qualität noch möglich bleiben? Und was wird aus der gesellschaftlichen Kultur, falls nicht?
Im letzten Bühnenbild sehen wir den Schriftzug ZUKUNFT wieder vereint – aber von seiner Rückseite. Was für ein Symbol!
Dass diesem Stück der Sonderpreis der Jury zugesprochen wurde, hat mich persönlich gefreut, und auch den Publikumspreis würde ich den Gothaern unter ihrem Regisseur Constantin von Thun von Herzen gönnen* (aber das liegt ja nicht in meiner Entscheidung allein).



Kay Gürtzig


* Nachtrag: Sie haben ihn tatsächlich erhalten. Gratulation!

STERNENHAGEL - voll in stabiler Seifenlage

Gehört das hierher?

Kontroverse Diskussionen eilen dem Stück "Sternenhagel" vom theater-spiel-laden Rudolstadt bereits voraus. Es werden Fragen laut. Wie, Komödie mit Liedern? Schunkelparadies? Ist das freie Szene?
Die Jury beruhigt, auch diese Art von Theater sei Teil von Thüringens vielfältiger freier Theaterlandschaft. Aber auch der theater-spiel-laden ist sich unsicher. Ist dieses Stück für das Festivalpublikum geeignet? Oder ist das nur etwas für die Älteren?
Die Spannung steigt. Funken in der Nacht. Der Sternenhagel beginnt und die bis dato größte Anzahl an festivalfernen Gästen sitzt mit den Avant-Art-Gesichtern unter der großen Linde. Ein zweiter Rekord wird aufgestellt: Der meiste Szenenapplaus. Und trotzdem verlassen einige jetzt den Aufführungsort. Nicht erkennbar, ob aufgrund von Unerträglichkeit oder Terminnot. Nach der Pause gelichtete Reihen und auf dem papiernen Nachgesprächsblog der offenen Redaktion steht groß die Frage: "Gehört das hierher?"
Aber "Sternenhagel" ist hier und unterhält jetzt im zweiten Teil temporeich und spielstärker das Publikum. Was Unterhaltung dabei für jeden Einzelnen bedeutet, ist nicht klar. Spaß, Spannung, Provokation? Doch es wird gelacht, gejubelt und geschunkelt, gesungen, auch unüberhörbar kommentiert. Nach dem Stück gibt es die Forderung nach Zugabe, extra Applaus für den Akkordeonspieler und standing ovations. Bei Bier und Sternhagelflipp wird dann weiter diskutiert.


Fünf Punkte, warum ich finde, dass "Sternenhagel" zum Avant Art gehört:
  1. Oft spielt die freie Szene auch  nur für die freie Szene. Aber dieses Stück begeistert nachweislich auch älteres Publikum, das sich erinnern möchte. Fans, die jene Inszenierung schon zwei Mal vorher sahen, kamen auch zu dieser Festivalvorstellung und
  2. sorgten so für Einnahmen durch Nicht-Festivalteilnehmer. Damit können - wenn auch nur geringe - Teile der Ausgaben gedeckt werden.
  3. Der theater-spiel-laden Rudolstadt ist ein Urgestein der freien Theaterszene. Ein eingespieltes Ensemble, dem man die Spiellust anmerkt. Die Regisseurin schrieb die Rollen ihren Spielern auf den Leib, kannte Vorlieben und erkannte Möglichkeiten. Liebe und Herzblut steckt hier in der Inszenierung.
  4. Theater hat den Auftrag zu unterhalten. Auftrag erfüllt.
  5. "Sternenhagel" regt zum Gespräch an und ein Festival ohne Diskussion ist ein totes Festival.
 Imke Bachmann



Alles kaputt

Ist Theater dann erfolgreich, wenn es provoziert und polarisiert, oder eher, wenn es gut unterhält? Und schließt das eine das andere unbedingt aus?

Das vielleicht Erhellendste für mich an der Produktion „Sternenhagel“ des theater-spiel-ladens (tsl) Rudolstadt ist, wie sehr die Wirkung vom Aufführungsumfeld abhängen, ja unter Umständen bis zur völligen Umkehrung führen kann. Die im Festivalnamen ausgedrückte Ambition, an der Spitze der Kunst der Zeit zu sein, kann einsam machen, birgt sie doch durchaus das Risiko, zu viel Bewährt-Funktionierendes einem hohen Originalitätszwang zu opfern und dabei das Band zum Publikum zu zerreißen. Es stellt sich dann immer wieder die Frage, für wen man Theater macht: Für sich selbst, ein Fachpublikum oder „die Massen“? Der erste Adressat sollte unbedingt dabei sein, aber lassen sich alle drei immer vereinbaren?
Wo sich Menschen zusammengefunden haben, die auf der Suche nach neuen Formen sind und dazu notwendig den Bruch mit Sehgewohnheiten wollen, kann manchmal der Rückgriff auf Traditionell-Bodenständiges zum konsequentesten Bruch dieser Erwartungshaltung werden.
In dieser Hinsicht markierte der Beitrag des tsl zum Festival einen deutlichen Kontrast und damit zugleich die große Bandbreite der Thüringer Amateurtheaterszene. Er widmete sich ganz bewusst dem Lebensgefühl der älter werdenden Generation in der kleinstädtischen und ländlichen Heimatregion und traf auch ganz offensichtlich deren Nerv. Das gelang nicht zuletzt, weil die SpielerInnen selbst dieser Generation angehören und sich mit Eifer dem Spiel und Gesang hingeben.
Die Rahmenhandlung thematisierte vielfältige Verluste (Ehepartner, berufliche Erfüllung, Jugend, Liebreiz, Freundschaft, soziale Sicherung, Kneipen mit Saal, ausgelassene Feste mit selbst gespielter und gesungener Musik), stellvertreten durch vier mehr oder minder gebrochene Figuren (Feuerwehrmann, Kneiperin, spätes Mädchen, depressiver Dorfmusiker), deren Wege sich in trister Regelmäßigkeit im Biergarten „Sternenhagel“ kreuzen. Ein fremder Gast wird zur Projektionsfigur und Hoffnung sowie zum Anlass für munteres Kalauern und einen umfangreichen und humorigen Querschnitt der Schlager vergangener Jahrzehnte. Das Freilichtmuseum der Rudolstädter Bauernhäuser war der denkbar passendste Rahmen dafür. Das Publikum nahm es gemäß seiner Zusammensetzung mit Überraschung, Heiterkeit, Reserviertheit oder Belustigung auf.

 
Vielen Festivalteilnehmern (auch mir) verlor sich die in der Figurenkonstellation angelegte Tragik gar zu rasch im Tralala der "Schmachtfetzen"-Klänge, da büßten die Charaktere ihre Glaubwürdigkeit ein, auch wenn man vielleicht das Heitere als Ausweg aus Lebenskrisen akzeptieren mag. Naja, und Schlager erzeugen schnell Ohrenkrebs bei mir. Dafür war mir die parodistische Brechung doch wieder zu gering. Muss deshalb hier gleich der gallige Ritualkommentar "Alles kaputt" des Feuerwehrmanns anwendbar sein? 

 

Gut gesungen war es immerhin. Mit einigen Zugaben klang die letzte Vorstellung dieses zweiten Festivalabends unter Schunkeln in mehreren Sitzreihen aus.

Kay Gürtzig